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Da wir einen Run auf die Duschen befürchteten, und man schon um 10.00Uhr wegen der Putzkolonne aus den Zimmern sein muß, nach dem Frühstück also auch keine Zeit mehr bleibt, standen wir Punkt sieben Uhr auf und waren positiv überrascht, da offenbar alle noch schliefen, bzw. ab ca. halb acht die Leute sich zwar waschen, aber immer noch niemand duschen wollte. Nun gut, es war schön, sich mal wieder richtig sauber zu fühlen und das Frühstück war okay. Die Brötchen waren richtig gut und vor allem schön groß, was in Anbetracht der Tatsache, dass sich jeder nur eins nehmen durfte, auch nicht unwichtig war.
Danach machten wir uns, zunächst per Metro und dann zu Fuß, auf Richtung Museo Picasso, das wir allerdings zuerst nicht fanden, da auf der von der Touristeninfo für 200ptas. verkauften Karte noch lange nicht alle Straßen verzeichnet sind, man also immer auf ungefähr anpeilen muß, für Orientationskünstler wie uns eine echte Herausforderung.
Bei der nahegelegenen Touristeninfo erkundigten wir uns dann nach dem richtigen Weg und kauften einen Museumsführer für weitere 200ptas., der allerdings wesentlich brauchbarer ist als die Karte.
Das Museo Picasso ist allerdings, trotz mehrerer Hinweisschilder, sehr gut versteckt, aber nachdem wir anderen Touristen etwas hinterhergelaufen waren, kamen wir schließlich doch an.
Der Eintritt von 400ptas. ist nicht zu hoch, denn das Museum ist so groß, dass man es zwar in einem Zug schaffen kann, alle der ca. 500 Exponate zu betrachten, aber man sollte dann schon 4-5 Stunden mitbringen. Die komplette Sammlung des Museums besteht aus über 9000 Werken Picassos, die im Turnus ausgestellt werden.
Ich persönlich kannte nur einige seiner kubistischen Gemälde und war als Kunstbanause noch vor nicht allzu langer Zeit davon überzeugt, er habe einfach nicht besser malen können, aber spätestens in diesem Museum bin ich eines besseren belehrt worden. Alle seine Schaffensperioden, von experimentellen frühen Arbeiten über seine blaue und rosa Perioden bis hin zum Kubismus sind vertreten, kurze Zusammenfassungen verschiedener Lebensabschnitte auf Spanisch und Englisch auf Tafeln zu lesen.
Der Souvenirshop darf natürlich auch nicht fehlen, von Kunstkarten bis hin zu Radiergummis ist für jeden was dabei. |
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Zum relaxen ging es dann zum nicht weit entfernten Hafen, Barceloneta genannt, und wir gingen eine Weile direkt am Strand entlang spazieren. Wir haben es zwar selber nicht ausprobiert, aber es ist nun mal ein Touri-Strand, wenn man also halbwegs Entspannung und Sauberkeit sucht, sollte man wohl zu einem der nahegelegenen kleinen Badeorte fahren. Den Rest des Tages verbrachten wir damit, uns im (ich glaube) 9-stöckigen Corte Inglés zu verlaufen, von dessen oberster Etage mit Cafeteria aus man zwar einen ganz netten, allerdings von verschmierten Fensterscheiben getrübten Blick über Barcelona hat. |
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Nicht schlecht staunten wir allerdings, als wir um kurz nach 22 Uhr in den Metroschacht trabten und die Auskunft erhielten, es führe keine Bahn mehr. Man stelle sich vor, eine Millionenstadt wie Barcelona und die letzte Metro, egal wohin, fährt unter der Woche um 22 Uhr! Busse fuhren auch keine mehr, also mußten wir uns ein Taxi nehmen, was in Spanien aber ja nicht die Welt kostet. So ganz sind wir über diesen Schock aber noch nicht hinweg, denn obwohl die Metro freitags bis 23, vor Sonn- und Feiertagen "sogar" bis 24 Uhr fährt, sind wir doch von anderen Städten wie London oder auch Madrid besseres gewohnt. Und die Frage, die uns beschäftigte, war: nehmen sich alle Spanier ein Taxi oder feiern sie, wenn überhaupt, dann bis 5 Uhr morgens durch, wenn die Metro wieder fährt? Mmmh...
Hinzu kommt noch, das man, anders als bei allen anderen Metros, die ich kenne(Wien, Paris, London, Madrid), sein Ticket links von sich in den Schlitz stecken muß, um dann auf der rechten Seite des Terminals durchzugehen. Ich habe pro Tag mindestens 4 Leute gesehen, die es instinktiv falsch gemacht haben und natürlich zuerst nicht durchgekommen sind.
Und wo ich gerade dabei bin, über die Metro zu hetzen: Die Wege, die man unterirdisch zurücklegen muß, um zu einer anderen Linie zu gelangen, sind teilweise so lang, dass man gleich den ganzen Weg hätte gehen können, ohne überhaupt die Metro zu benutzen. Als wenn das schon nicht schlimm genug wäre, ist die Luft in den Metroschächten dann auch so stickig und ekelhaft, dass man jedesmal einen Schock bekommt, wenn man aus einer Metro aussteigt. Barcelona mag zwar in vielen Dingen fortschrittlich sein, die Metro gehört definitiv nicht dazu!
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